Eine Welt, ein Traum? Tod und Spiele!

Die diesjärigen olympischen Sommerspiele in China stehen unter dem Motto: “Eine Welt, ein Traum”. Wie schön! Leider könnte man die chinesische Wirklichkeit für Tiere eher unter dem Motto “Eine Welt, ein Albtraum” subsummieren.

Massentierhaltung und Tierquälerei sind universale Phänomene. Um Tierelend zu sehen, muss man nur aufmerksam durch die Nachbarschaft schlendern. Doch mit der aufkeimenden Wirtschaftskraft Chinas boomt auch der Bedarf an Tierfleisch und tierischen Erzeugnissen - inklusiver der Nebenmärkte in Europa.

China ist als Pelzlieferant für die Textilindustrie weltweiter Marktführer. Nerze z.B. werden getötet, indem ihre Schädel am Boden zertrümmert werden. Oft dient dieser Vorgang allerdings nur zur Betäubung, daher sind die Nerze bei der anschließenden Häutung bei Bewusstsein.

Katzen und Hunde dienen als Pelz- und als Nahrungslieferanten. Diese ehemaligen Luxusgüter werden mit zunehmendem Wirtschaftswachstum erschwinglich. Schätzungen zufolge werden täglich bis zu 10.000 Katzen allein in der Provinz Guangdong konsumiert, mehr als 20 Millionen Hunde werden pro Jahr geschlachtet.

Das Hunde- und Katzenfleisch wird in China konsumiert, die Felle finden sich an europäischen Bekleidungsstücken (z.B. Fellkragen an Jacken) oder kuschelig weichen Rheumadecken.

Kaninchenindustrie: China deckt mittlerweile ca. 80 Prozent des weltweiten Bedarfs an Angora-Kaninchenwolle ab. Darüber hinaus kommt fast die Hälfte des Kaninchenfleisches, das in Europa konsumiert wird, aus chinesischer Massentierhaltung.

Aufgrund der Globalisierung liegen Ursache und Wirkung dieser Zustände oft Tausende von Kilometern auseinander. Das chinesische Leid ist einerseits eine Variante des unendlichen Tierleids überall auf der Welt. Andererseits wird nur produziert, was Konsumenten nachfragen.

In Europa. In den USA.

Nicht “die da drüben”, sondern wir.

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