Hunde-Entsorgung auf irische Art

Zum wiederholten Mal sind in Irland Greyhounds verstümmelt, mit Gewichten beschwert und ertränkt worden.

Wie die Irish Times berichtet, wurden die beiden Hunde im River Foyle nahe der Stadt St. Johnston im County Donegal mit Gewichten beschwert und ertränkt. In der Times liest sich das so:

They had probably ended their racing lives either through injury or for some other reason and their owner was no longer prepared to give them a home.

Warum entsorgt der freundliche, Guiness trinkende Paddy seine Hunde auf so eine grausame Art?

Weil der Staat Irland die Massenzucht von Rennhunden immer noch durch versteckte EU-Gelder subventioniert bekommt und lediglich überzählige, kostenintensive Objekte entsorgen muss.

Weil der Hund das Fremde, ist, das Außen. Er repräsentiert das Nicht-Ich, das Nicht-Eigene. Und deswegen gilt es, ihn zu unterwerfen, zu beherrschen und ihn am Ende zu eliminieren.

Nach dem französischen Philosophen Foucault zeigt sich die Macht des Menschen (über das Tier) auf zwei Weisen:

  1. Die Kontrolle über die Fortpflanzung, Geburten- und Sterblichkeitsrate, Lebensdauer und -nivau ist eine Form von Macht
  2. Die andere Form der Macht repräsentieren Disziplinierungsmaßnahmen wie Dressur oder Erziehung.

Macht reizt. Vor allem, wenn man sie mißbrauchen kann! Die Beziehung der Menschen zum Tier ist immer Spiegel ihrer Lebensanschauung. Es ist nicht nur der gesunde Hund der stirbt, sondern auch immer ein Stückweit Hoffnung auf Menschlichkeit: Das, was den Menschen vom Tier unterscheiden sollte.

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