Archiv für Juni 2009

Wirklich lustig? Warum kann ich bloß nicht drüber lachen?

Dienstag, 16. Juni 2009

Manchmal frage ich mich, ob die Medienberichterstattung eine so besondere “Sorte Mäuse” ist, dass sie gar nicht nachdenken, bevor sie eine Meldung publizieren.
Da geistert jetzt diese Meldung aus England durch die Nachrichten wie dem britischen K9 Hundemagazin , von einem Vierjährigen, der einen Welpen die Toilette heruntergespült hat. Das Kleinkind meinte, der Welpe habe ein Bad nötig und hat es mit der Toilettenspülung versucht.
Die Mutter war nicht anwesend. Nachdem das blöde Gör ihr davon erzählte, rannte sie in den Garten und warf einen Blick in die Kanalisation. Weder die hinzugerufene Feuerwehr noch der RSPCA (britischer Tierschutz) konnten das halbtote Tierchen befreien. Erst ein Klempner konnte es retten und hat mit einer Spezialkamera auch gleich Aufnahmen gemacht.
Klar, Unfälle passieren. Aber wieso läßt eine Mutter bitteschön ein vierjähriges Kind mit einem (viel zu früh getrennten) Welpen alleine? Wieso wird in der deutschen Bildberichterstattung (Reuters) gesagt, der Hund gehöre dem Jungen - einem Kleinkind??? Und wieso wird darauf nicht in der Berichterstattung hingewiesen, dass das wirklich gegen alles verstößt, was man so mit Tieren (richtig) machen kann?
Wenn ein Kind von einem Hund zerfetzt wird, schlagen die Wellen der Empörung hoch und alle wissen was von mangelnder Aufsichtspflicht (des Hundehalters) oder zu laschen Gesetzen. Nur wie kann eine Mutter bitte so dermaßen dämlich sein? Und wieso empört sich da keiner? Nicht nur im Namen des Kindes, was offensichtlich mit vier Jahren noch nicht reif genug ist, auf einen Hund losgelassen zu werden - sondern vielleicht auch mal im Namen eines Tieres???

;-) STREICHELENTZUG hat fatale Folgen bei Windhunden

Freitag, 12. Juni 2009

hier sieht man, was einem blühen kann, wenn man einen Greyhound nicht genug streichelt

RACHE IST SÜSS!!

New York: 2000 Gänse werden gekeult

Freitag, 12. Juni 2009

Nach dem “Wunder vom Hudson“, der Airbusnotwasserung auf dem Hudson River im Januar 2009, werden rund um die New Yorker Flughäfen La Guardia und John F. Kennedy rund 2000 kanadische Wildgänse gekeult. Die rund 5 Kilo schweren Tiere haben durch eine Kollision dem mit A320 die gefährliche Notwasserung notwendig gemacht. Chesley Sullenberger ist einer der wenigen Piloten weltweit, dem dieses gefährliche Manöver gelang. Alle Passagiere überlebten.
Im Moment ist die Zeit der Mauser für Gänse. Gänse sind während der Mauser fluguntauglich. Sie können dann leichter eingefangen und gekeult werden. Die Tötungsaktionen werden bereits seit Jahren um die Flughäfen herum durchgeführt, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Diesmal werden die Bezirke, in denen Vögel gefangen werden, ausgeweitet.
Vogelschlag gilt als beträchtliches Risiko für den Flugverkehr.

Greyhound-Rennsport: Die Scheiße stinkt zum Himmel!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Und wieder einmal wird es heißen, das der Greyhoundrennsport ein “sauberer” sei. Die schwarzen Schafe werden zu Ausnahmeerscheinungen herabgespielt. Und nichts ändert sich.

Die Greyhound-Industrie lebt davon, dass jederzeit genügend Hunde zur Verfügung stehen, um Wettquoten zu bedienen. Sind die Hunde zu langsam, dann werden sie erbarmungslos ausgetauscht.

Schon “auf der Bühne” dieses Spektakels findet sich allerorts Gewalt. Doch Greyhounds haben auch “hinter den Kulissen” kein schönes Leben, nicht zu einer Minute.

Das Video wurde von Neil Haine aus Großbritannien erstellt, nachdem er nach einem knappen 3/4 Jahr als Helfer in einem professionellen Greyhound-Zwinger verzweifelt und frustriert aufgab. Der Rennzwinger in von Eve Blanchard, Dorset, geriet bereits im Januar 2009 durch Undercover-Aufnahmen, die die Verwahrlosung der Hunde und ihrer Unterkünfte zeigen in ein schlechtes Licht. Hier sind die Videoaufnahmen von GREYTEXPLOITATIONS.

Für den Zuständigen des britischen Rennverbandes, Colin Betteridge, waren die Lebensbedingungen in den Kennels “no serious issue, nothing to be alarmed at.” Die britische Tierschutzorganisation RSPCA griff ein und im Januar wurde Frau Blanchard aufgefordert, Verbesserungen vorzunehmen.Nach wie vor ist nichts passiert, im Gegenteil, die Frau reagiert aggressiv und bösartig gegen Eingriffe.

Neil Haine und Frau haben einige Versuche unternommen, das grausame Leben der Hunde zu verbessern. Z.B. wurden mehrere vergebliche Versuche unternommen, über offizielle Stellen gegen die unglaublichen Zustände in dem bereits inspizierten Zwinger vorzugehen. Ihm wurde keinerlei Hilfe über die Zuständigen gewährt. Hier ein Zitat von Greyt Exploitations, was der GBGB-Steward unternahm - nichts:

“I asked Colin Betteridge to come and witness the disgusting conditions of the kennels I faced every Tuesday morning but when he arrived with a GBGB official, Noel Thompson, it was after 1pm and Colin would have known I finished at 1pm and the kennels would be clean. Regardless of me pleading with Colin to do ‘something’, he still insisted ‘kennels only need to be cleaned when deemed necessary’ - even if it meant breaking the rules

Die Zwingerbesitzerin hat Herrn Haine freiwillige Arbeit und Hilfe im Zwinger am Wochenende verwehrt. Die Hunde saßen solange hilflos und ohne jeden Auslauf in ihren Fäkalien, bis Neil Haine oder seine Frau am Wochenbeginn wiederkommen durfte. Er wurde angewiesen, nur ein wenig neue Streu auf die verdreckte Einstreu zu werfen, die Zwinger nie ganz zu säubern (die Entsorgung ist kostenintensiv!!). Frau Blanchard drohte ihm, dass die Hunde sonst auf dem nackten Boden liegen müßten.

Er war nur dazu da, die Fäkalien wegzuräumen. Die Hunde auszuführen, wurde ihm ausdrücklich verboten. Aus dieser trostlosen Ansammlung von Scheiße und Papier sind die Hunde untrainiert “kalt” auf die Bahn gekommen.

Neil Haine wollte Hunden helfen, ein neues Zuhause zu finden. Weil er wußte, dass Frau Blanchard sich weigert, ihre Hunde nach dem Ende ihrer Rennkarriere an Adoptionswillige zu vergeben, wandte er sich an einen anderen Trainer. Dieser riet ihm, den fraglichen Hunden einfach zwei Schlaftabletten zu geben, das sei ausreichend. Um sie dann im Garten neben den anderen zu begraben.

Ist das hier irgendwie mit Profiten zu rechtfertigen????

Neil Haine und seine Frau konnten die Vernachlässigung und das unendliche Leid der Hunde nicht mehr ertragen und haben sich in einem mutigen, offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Wieviel Elend sie vorher gesehen haben, kann man nur erahnen.

Hier ist der gesamte Brief nachzulesen. Herr Haine und seine Frau sagen ganz deutlich, wie wichtig es ist, seine Stimme für die Greyhounds zu erheben.

Wer sich bei der Familie Haine für ihren Mut bedanken will, kann dies unter der folgenden Mailadresse tun:

caloonajack@btinternet.com

Inzwischen versucht man, die letzten 14 Hunde von Eve Blanchard zu retten. Bislang gibt es allerdings noch nichtmal zuverlässige Angaben über den Verbleib der Hunde.