Tieren helfen
Freitag, 16. Januar 2009Viele Menschen sind Tierfreunde, doch aufgrund ihrer Lebensverhältnisse nicht in der Lage, selber ein Tier bei sich aufzunehmen, z.B. weil sie den ganzen Tag außer Haus sind oder weil eine Krankheit die tägliche Versorgung eines Tieres unmöglich macht. Dann ist es nur vernünftig, sich keinen Vierbeiner mit seinen ganz eigenen Ansprüchen ins Haus zu holen.
Dennoch gibt es Vieles, was man für Tiere tun kann, auch wenn man keine eigenen hat. Hier einige Beispiele:
- Spenden: Viele Tierheime, Tierschutzorganisationen oder andere Tierhelfer benötigen dringend Spenden, um ihre (ehrenamtliche) Arbeit gut und stetig ausführen zu können. Oftmals sind Institutionen ganz und gar unabhängig und Privatleute gehen bis an die Grenze des Machbaren, um einigen Tieren ein Zuhause, Pflege, Liebe und Geborgenheit geben zu können. Spenden müssen nicht immer finanzieller Art sein. Auch Sachspenden wie Futter, Decken, Werkzeuge, Fahrzeuge oder einfach nur eine selbst gekaufte Hundeleine werden mit Freude genommen! Herausragende private Einrichtungen, die sich mit Sicherheit über jeden Euro freuen, sind z.B. die Tieroase Birkenschold (in Wagenfeld) oder Tia Greyhound & Lurcher Rescue in Großbritannien
- Öffentlichkeitsarbeit: Vielleicht gibt es am Arbeitsplatz ein Intranet, in dem man auf Tierschutzprogramme oder -institutionen aufmerksam machen kann. Viele möchten helfen, wissen aber nicht wo und wie. Oder ein schwarzes Brett im Supermarkt, im Sportverein, in der Schule?
- Ehrenamtliche Arbeit: viele Tierheime brauchen Ehrenamtliche (oder vielleicht auch nur mal kurzfristig einen “Spezialisten”), um das massive Arbeitspensum bewältigen zu können. Nicht nur die Pflege der Tiere, auch Instandsetzungen/Verschönerungen des Gebäudes oder Geländes, Schreibarbeiten, Aufbau und Pflege der Homepage oder z.B. die ehrenamtliche Reparatur des Tierheimfahrzeugs können unglaublich weiterhelfen. Den Chef fragen kostet nichts, viele helfen gern.
- Dog-Walking: Viele gehen gern mal am Wochenende spazieren, können aber nicht täglich mehrere Stunden für ein Tier aufbringen. Warum nicht mal vor dem geplanten Spaziergang vor dem Tierheim anhalten und einen oder zwei Hunde mitnehmen? Für die Tiere ist das ‘wie Weihnachten’ und für die Menschen meist auch!
- Nicht wegsehen: Wenn in der Umbegung ein Tier misshandelt oder vernachlässigt wird, eingreifen! Zunächst das Gespräch mit dem Tierhalter suchen und wenn nichts hilft, das Veterinäramt einschalten.
- Lobby-Arbeit für Tiere und Tierschutz: gemeinsam ist man stark. Vielleicht gibt es im Freundeskreis noch mehr Leute, die gegen die Schweinemastanlage in der Nähe sind oder sich für vegetarische Lebensweise interessieren.
- Fundraising: Es steht ein Fest aus, bei dem ständig gefragt wird, was man sich wünscht. Super! Wie wärs, Geld für den Anbau des örtlichen Tierheims zu sammeln und es gemeinsam zu überbringen? Je mehr Augen strahlen, desto schöner wird der Tag!
- Tierische Therapeuten: Alte Menschen, insbesondere Demenzkranke, sind glücklich, wenn sie für wenige Stunden Umgang mit Tieren haben. So etwas läßt sich leicht organisieren.
- Patenschaften: Viele Tierheime, insbesondere im europäischen Ausland, bieten Patenschaften für nicht oder schwer vermittelbare Tiere an. Man bekommt ein Foto und Briefe mit Neuigkeiten von “seinem” Vierbeiner, dessen Leben durch die Patenschaft teilweise oder ganz finanziert wird. Pro Animale bietet z.B. die “Sterntaler“-Patenschaft für alle möglichen Tierarten. Ein “ganzer” Hund kostet 60€/ Monat, man kann aber auch viel, viel weniger zahlen, je nachdem was man geben kann oder will. Nicht viel Aufwand für die Rettung eines Lebens.
