Archiv für die Kategorie ‘Newsfeed’

Das essen wir. So sterben Tiere.

Montag, 05. Oktober 2009

Ein Tierschützer und ein privater Kameramann wollten wissen, was an den Gerüchten von grausamen Zuständen in unseren Schlachthäusern dran sei und sind Beobachtungen, daß Tieren immer wiederunbetäubt “die Beine abgeschnitten bekämen oder ins Brühwasser getaucht” würden, nachgegangen. Sogar ein Landwirt berichtete, daß ein Stier, nachdem er mit dem Bolzenschußapparat geschossen und an einem Hinterbein hochgezogen war, noch herzzerreißend gebrüllt hätte, während er bereits aufgeschnitten wurde.

Auch bei der Schlachtung von Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, käme es zu fürchterlichen individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht ausreichend betäubt würden. Die vorliegende Video-Dokumentation zeigt, wie den Tieren bereits beim Auf- und Entladen auf bzw. vom Tiertransporter mit Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit elektrischen Viehtreibern geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes zum Gehen gezwungen. Der Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen nach Blut, läßt die Tiere ihr Schicksal erahnen und versetzt sie offensichtlich in Todesangst. Jenes Tier, das jeweils im engen Gang unmittelbar vor der Tötungsbox steht, kann das blutige Gemetzel schon sehen, das ihm bevorsteht. Einmal in dieser Tötungsbox gibt es kein Entrinnen mehr. Der Bolzenschußapparat wird an der Stirn angesetzt, ein Knall und das Tier sackt augenblicklich weg. Aber der Stier ist noch nicht tot, er sollte jedoch betäubt sein…

Die Tiere werden nun mit einer Eisenkette am Hinterbein hochgezogen und hängen kopfüber am Fließband. Durch einen Stich in die Halsschlagader sollen sie zum Verbluten gebracht werden. Wann genau der Tod eintritt, weiß niemand. Der Stier, der für das AMA-”Gütesiegel” vorgesehen ist, hängt nun an einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet ihm den Hals auf, Blut bricht hervor, der angeblich betäubte Körper zuckt zusammen. Da geschieht etwas, das jeden Betrachter erschaudern läßt: Während der Schlächter, den Hals aufschlitzt, öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und noch einmal. Dann beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen! Es ist auf der Videodokumentation klar und deutlich zu sehen und zu hören. Das halb aufgeschnittene Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein schauderhaftes, heiserr-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges. Der Schlächter, der die Vorderhufe abschneidet, muß in Deckung gehen. Denn nun bäumt sich der mächtige Stier blutüberströmt am Haken noch einige Male auf. Das sterbende Tier windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert lange Minuten…

Hier ist der link zum Video (Quelle: www.tierschutznews.ch)

Das Brüllen der Rinder
Sonntag, 27. September 2009

Wirklich lustig? Warum kann ich bloß nicht drüber lachen?

Dienstag, 16. Juni 2009

Manchmal frage ich mich, ob die Medienberichterstattung eine so besondere “Sorte Mäuse” ist, dass sie gar nicht nachdenken, bevor sie eine Meldung publizieren.
Da geistert jetzt diese Meldung aus England durch die Nachrichten wie dem britischen K9 Hundemagazin , von einem Vierjährigen, der einen Welpen die Toilette heruntergespült hat. Das Kleinkind meinte, der Welpe habe ein Bad nötig und hat es mit der Toilettenspülung versucht.
Die Mutter war nicht anwesend. Nachdem das blöde Gör ihr davon erzählte, rannte sie in den Garten und warf einen Blick in die Kanalisation. Weder die hinzugerufene Feuerwehr noch der RSPCA (britischer Tierschutz) konnten das halbtote Tierchen befreien. Erst ein Klempner konnte es retten und hat mit einer Spezialkamera auch gleich Aufnahmen gemacht.
Klar, Unfälle passieren. Aber wieso läßt eine Mutter bitteschön ein vierjähriges Kind mit einem (viel zu früh getrennten) Welpen alleine? Wieso wird in der deutschen Bildberichterstattung (Reuters) gesagt, der Hund gehöre dem Jungen - einem Kleinkind??? Und wieso wird darauf nicht in der Berichterstattung hingewiesen, dass das wirklich gegen alles verstößt, was man so mit Tieren (richtig) machen kann?
Wenn ein Kind von einem Hund zerfetzt wird, schlagen die Wellen der Empörung hoch und alle wissen was von mangelnder Aufsichtspflicht (des Hundehalters) oder zu laschen Gesetzen. Nur wie kann eine Mutter bitte so dermaßen dämlich sein? Und wieso empört sich da keiner? Nicht nur im Namen des Kindes, was offensichtlich mit vier Jahren noch nicht reif genug ist, auf einen Hund losgelassen zu werden - sondern vielleicht auch mal im Namen eines Tieres???

New York: 2000 Gänse werden gekeult

Freitag, 12. Juni 2009

Nach dem “Wunder vom Hudson“, der Airbusnotwasserung auf dem Hudson River im Januar 2009, werden rund um die New Yorker Flughäfen La Guardia und John F. Kennedy rund 2000 kanadische Wildgänse gekeult. Die rund 5 Kilo schweren Tiere haben durch eine Kollision dem mit A320 die gefährliche Notwasserung notwendig gemacht. Chesley Sullenberger ist einer der wenigen Piloten weltweit, dem dieses gefährliche Manöver gelang. Alle Passagiere überlebten.
Im Moment ist die Zeit der Mauser für Gänse. Gänse sind während der Mauser fluguntauglich. Sie können dann leichter eingefangen und gekeult werden. Die Tötungsaktionen werden bereits seit Jahren um die Flughäfen herum durchgeführt, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Diesmal werden die Bezirke, in denen Vögel gefangen werden, ausgeweitet.
Vogelschlag gilt als beträchtliches Risiko für den Flugverkehr.

Greyhound-Rennsport: Die Scheiße stinkt zum Himmel!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Und wieder einmal wird es heißen, das der Greyhoundrennsport ein “sauberer” sei. Die schwarzen Schafe werden zu Ausnahmeerscheinungen herabgespielt. Und nichts ändert sich.

Die Greyhound-Industrie lebt davon, dass jederzeit genügend Hunde zur Verfügung stehen, um Wettquoten zu bedienen. Sind die Hunde zu langsam, dann werden sie erbarmungslos ausgetauscht.

Schon “auf der Bühne” dieses Spektakels findet sich allerorts Gewalt. Doch Greyhounds haben auch “hinter den Kulissen” kein schönes Leben, nicht zu einer Minute.

Das Video wurde von Neil Haine aus Großbritannien erstellt, nachdem er nach einem knappen 3/4 Jahr als Helfer in einem professionellen Greyhound-Zwinger verzweifelt und frustriert aufgab. Der Rennzwinger in von Eve Blanchard, Dorset, geriet bereits im Januar 2009 durch Undercover-Aufnahmen, die die Verwahrlosung der Hunde und ihrer Unterkünfte zeigen in ein schlechtes Licht. Hier sind die Videoaufnahmen von GREYTEXPLOITATIONS.

Für den Zuständigen des britischen Rennverbandes, Colin Betteridge, waren die Lebensbedingungen in den Kennels “no serious issue, nothing to be alarmed at.” Die britische Tierschutzorganisation RSPCA griff ein und im Januar wurde Frau Blanchard aufgefordert, Verbesserungen vorzunehmen.Nach wie vor ist nichts passiert, im Gegenteil, die Frau reagiert aggressiv und bösartig gegen Eingriffe.

Neil Haine und Frau haben einige Versuche unternommen, das grausame Leben der Hunde zu verbessern. Z.B. wurden mehrere vergebliche Versuche unternommen, über offizielle Stellen gegen die unglaublichen Zustände in dem bereits inspizierten Zwinger vorzugehen. Ihm wurde keinerlei Hilfe über die Zuständigen gewährt. Hier ein Zitat von Greyt Exploitations, was der GBGB-Steward unternahm - nichts:

“I asked Colin Betteridge to come and witness the disgusting conditions of the kennels I faced every Tuesday morning but when he arrived with a GBGB official, Noel Thompson, it was after 1pm and Colin would have known I finished at 1pm and the kennels would be clean. Regardless of me pleading with Colin to do ‘something’, he still insisted ‘kennels only need to be cleaned when deemed necessary’ - even if it meant breaking the rules

Die Zwingerbesitzerin hat Herrn Haine freiwillige Arbeit und Hilfe im Zwinger am Wochenende verwehrt. Die Hunde saßen solange hilflos und ohne jeden Auslauf in ihren Fäkalien, bis Neil Haine oder seine Frau am Wochenbeginn wiederkommen durfte. Er wurde angewiesen, nur ein wenig neue Streu auf die verdreckte Einstreu zu werfen, die Zwinger nie ganz zu säubern (die Entsorgung ist kostenintensiv!!). Frau Blanchard drohte ihm, dass die Hunde sonst auf dem nackten Boden liegen müßten.

Er war nur dazu da, die Fäkalien wegzuräumen. Die Hunde auszuführen, wurde ihm ausdrücklich verboten. Aus dieser trostlosen Ansammlung von Scheiße und Papier sind die Hunde untrainiert “kalt” auf die Bahn gekommen.

Neil Haine wollte Hunden helfen, ein neues Zuhause zu finden. Weil er wußte, dass Frau Blanchard sich weigert, ihre Hunde nach dem Ende ihrer Rennkarriere an Adoptionswillige zu vergeben, wandte er sich an einen anderen Trainer. Dieser riet ihm, den fraglichen Hunden einfach zwei Schlaftabletten zu geben, das sei ausreichend. Um sie dann im Garten neben den anderen zu begraben.

Ist das hier irgendwie mit Profiten zu rechtfertigen????

Neil Haine und seine Frau konnten die Vernachlässigung und das unendliche Leid der Hunde nicht mehr ertragen und haben sich in einem mutigen, offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Wieviel Elend sie vorher gesehen haben, kann man nur erahnen.

Hier ist der gesamte Brief nachzulesen. Herr Haine und seine Frau sagen ganz deutlich, wie wichtig es ist, seine Stimme für die Greyhounds zu erheben.

Wer sich bei der Familie Haine für ihren Mut bedanken will, kann dies unter der folgenden Mailadresse tun:

caloonajack@btinternet.com

Inzwischen versucht man, die letzten 14 Hunde von Eve Blanchard zu retten. Bislang gibt es allerdings noch nichtmal zuverlässige Angaben über den Verbleib der Hunde.

No brain no pain?

Samstag, 24. Januar 2009

“No brain, no pain”  ist die etwas zweckzynisch anmutende Zusammenfassung eines Biologen hinsichtlich der Schmerzempfindlichkeit von Schalentieren wie dem Hummer. Das rote Schalentier, das bis zu 100 Jahre alt werden kann, wird zubereitet, indem es lebend in kochendes Wasser geworfen wird. Zumeist kann der Kunde sein Essen quasi kennenlernen und dann wird es zubereitet.

Eine von der norwegischen Regierung finanzierte Studie spricht den Hummer und anderen Nicht-Wirbellosen Schmerzempfinden ab. Die wilden Bewegungen der Hummer im Kochtopf seien Fluchtbewegungen, jedoch keine Schmerzreaktion. Die Studie, die klären sollte, ob die Hummerkocherei ein Verstoß gegen Tierschutzgesetze darstellt (Norwegen überarbeitet gerade seine Tierschutz-Gesetzgebung), aber man kommt zu dem Schluß: “Lobsters and crabs have some capacity of learning, but it is unlikely that they can feel pain.” Die Literatur über Wirbellose wie Insekten, Schalentiere, Würmer und Mollusken wurde hierfür zusammengefaßt und untersucht.

Auch die Hummerbiologen in Maine, einem ‘Hotspot’ der Hummerindustrie, behaupten, dass Hummer aufgrund ihres primitiven Nervensystems und unterenwickelten Gehirns genauso wie Schnecken, Würmer so schmerzempfindungslos seien wie Insekten.

PETA-Anhänger sehen die Sache ganz anders: Die angenommenenQualen des Hummers sind Teil des ‘Fish Empathy Project’. Peta stellt klar, dass Hummer andere Individuen (wieder)erkennen können, sich an frühere Partnerschaften erinnern, Jungtieren helfen und diffizile Paarungsrituale hätten. PETA berichtet, dass in einem  Tierversuch an der Queens University Belfast 144 Hummern Essigsäure über die Fühler gegossen wurde. Die Tiere hätten bis zu 5 Stunden lang versucht, sich die ätzende Flüssigkeit von den Fühler zu putzen, für Peta ein klares Indiz der Schmerzempfindlichkeit des Hummers. Robert Elwood, der den Versuch durchgeführt hatte, sprach von einem Schmerzverhalten ähnlich der Wirbeltiere: “The prolonged, specifically directed rubbing and grooming is consistent with an interpretation of pain experience.”

Für die PETA Aktivistin Karin Robertson klingt die norwegische Studie parteiisch - zugunsten der Fischfangindustrie: “This is exactly like the tobacco industry claiming that smoking doesn’t cause cancer.”

Es ist fraglich, ob die Debatte jemals ein Ende finden wird. Die Argumentation um die Schmerzempfindlichkeit des Tieres und die Grenzziehung bei den Wirbellosen ein Standard. Doch selbst die norwegische Studie erkennt den Forschungsbedarf an. Es wird zumindest erwähnt, dass es wenig wissenschaftliche Erkenntnis bei Schalentieren und Schmerzempfindlichkeit gibt.

Universelles Mitgefühl und Amerika

Freitag, 23. Januar 2009

Ingrid Newkirk ist streitbare und umstrittene Mitbegründerin und Präsident von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). PETA wiederum ist eine der weltweit größten Tierrrechtsorganisationen, die sich vor allem radikal gegen die Pelztierindustrie und Tierversuche wendet und den vegetarischen Lifestyle aktiv propagiert.

Newkirk, die sich der Philosophie des Princeton-Bioethikers Peter Singer (”Animal Liberation“) verpflichtet fühlt, hat anläßlich der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten Obama einen nachdenklich machenden Artikel über die Universalität des Mitgefühls verfasst. Amerika, so sagt sie, sei ein Schmelztigel, der bewußt mache, dass alle Menschen von irgendwoher “anders” herkommen, doch dass alle Wesen durch universelles, tätiges Mitgefühl geeint seien - Menschen UND Tieren gegenüber

Sie schließt mit einem Satz, der für zwischenmenschliche Beziehungen genauso gilt wie für unser Verhältnis zu Tieren:

Und alle von uns sind auf die wirklich entscheidende Weise schlichtweg Bewohner dieses Planeten mit dem Potential, mitfühlende Bürger zu sein.

(Quelle und ganzer Artikel: ‘Mitgefühl vereint uns’, www.peta.de)

Affen als Kellner

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Hm, unter welcher Rubrik speichere ich jetzt diesen Artikel?

Tierarbeit?? Ähhh - in welchem Bereich der Mensch-Tier-Beziehung werden Tiere denn nicht in irgendeine Art des instrumentalisierten Verhältnisses zum Tier gebracht, was in einer rein interhumanen Beziehung als Arbeit oder Ausbeutung gelten würe?

Spaß? Kann das Ausnutzen und Zur-Schau-Stellen von Tieren jemals ein harmloser Spaß sein?

PR-Gag? Nun ja, es funtkioniert ja blendend…

Anregung für alle, die meinen, zum Glücklichsein des Menschen gehöre Arbeit dazu? Ich denke, wir wären alle viel glücklicher, wenn wir NICHT arbeiten müssten, sondern Bananenjunkies die Rennerei überlassen dürften. Schließlich verkonsumieren wir ja auch nicht einander, sondern outsourcen diese Form der Ausbeutung an unsere tierlichen Untergebenen…

Ich habs! AFFENTHEATER!

Quelle: http://www.klatsch-tratsch.de
affig, was??

Sarah Palin kennt kein Pardon

Sonntag, 23. November 2008

In Amerika wird am vierten Donnerstag im November traditionell Thanksgiving, eine Variante des Erntedank-Festes, gefeiert. Hierbei kommt die ganze (Groß-)Familie zusammen und man feiert. So wie in Deutschland zu Weihnachten die Gänsebraten üblich sind, ist das traditionelle Thanksgiving-Gericht der roasted turkey (gefüllter Truthahn), oft mit Cranberry-Sauce und Süßkartoffeln.

Etwa 500.000 Truthähne werden dafür in speziellen Truthahn-Farmen gezüchtet und geschlachtet. Der Gouverneur eines Staates hat das Recht, jedes Jahr einen Truthahn zu “begnadigen”, um ihn so vor dem Schlachten zu bewahren.

Auch die uns in der Weltpolitik gerade noch erspart gebliebene Gouverneurin von Alaska, das Flintenmädel Sarah Palin, pflegte diese Sitte. In Wasilla, Alaska, plauderte sie bei der Begnadigung erfreut darüber, wie nett das doch so ein unpolitischer Ausflug sei.

Gleichzeitig offenbart die republikanische Waffenlobbyistin ihr Politikverständnis: nach vorne nett und Grinsebacke, im HIntergrund werden alltagsmäßig die Truthähne geschreddert, business as usual.

Hier das Problem, das aus der Kälte kam, live:

Hund: Der beste Freund der Katze!

Montag, 27. Oktober 2008

In Melbourne, Australien, brannte ein Haus nieder. Mutter, Kinder und ein älterer Hund konnten das brennende Haus verlassen. Der jüngere Hund der Familie, LEO, weigerte sich jedoch, das Haus zu verlassen. Er schützte durch sein Verhalten vier Katzenwelpen vor dem sicheren Flammentod, bis die Feuerwehrleute ihn und die vier Babys retten kamen.
Zwar ist das Haus abgebrannt, doch Mensch und Tier sind wohlauf. Wunderschön, wenn etwas mal ein so gutes Ende nimmt!

Muss Mickey Mouse sterben?

Donnerstag, 25. September 2008
Mickey Mouse in tödlicher Gefahr?

Mickey Mouse in tödlicher Gefahr?

Walt Disney’s Mickey Mouse spaltet die islamischen Religionsgelehrten. Der anthropomorphe Nager, seit Jahrzehnten Held von Comics und Gallionsfigur des Disney’schen Merchandising, ist für den ägyptischen Scheich Mohammed al-Munadschid ein “Agent Satans” und müsse deshalb getötet werden.

Die Scharia, das islamische Recht, schreibt vor, dass Mäuse ausgerottet werden müssen. Mäuse, unter anderem Überträger der Schwarzen Pest, gelten im Islam aufgrund der potentiellen Gesundheitsgefährdung, die von ihnen ausgeht, als unerwünschte Tiere, “Soldaten des Teufels”.

al-Munadschid, früherer Diplomat Saudi-Arabiens in den USA, ist der Überzeugung, dass das Gebot für reale Mäuse und Comicmäuse gleichermaßen gelte. Mickey Mouse sei der Grund, weswegen Menschen zu nett zu Mäusen seien.

Ganz anderer Auffassung ist hingegen die Predigerin Suad Saleh: Sie sagt, ein Erlass der Scharia müsse auf Wissen, Logik und Argumenten beruhen. Auch wenn es korrekt sei, den Krankheitsüberträger Maus nach der islamischen Lehre zu töten, wäre es unlogisch, eine fiktive Comic-Maus wie einen echten Nager zu behandeln. El Munadschids Auffassung, Mickey Mouse gebühre der Tod, hält sie für islamschädigend.

Nicht nur über Mickey Mouse ist der Todesbann verhängt worden, Jerry, die Maus aus der Comic-Serie Tom und Jerry, hat es gleichermaßen erwischt.