Greyhound Racing: Ein internationales Geschäft
Hier eine Karte der Länder, in denen Greyhound-Rennen aktiv, das heißt kommerzialisiert, betrieben wird:
In folgenden Ländern finden Greyhoundrennen aktiv und als Wettgeschäft statt:
- Irland
- Großbritannien
- USA (10 Staaten)
- Australien
- Neuseeland
In diesen Ländern werden jährlich zweistellige Millionumsätze in der Greyhound-Industrie generiert.
Weitere “Mitspieler” sind unter anderem Argentinien, Brasilien, Belgien, Republik Tschechien, Dominikanische Republik, Guam, Finnland, Italien, Macao, Marokko, Mexiko, Spanien*.
In Europa sind die Hauptakteure des Marktes Großbritannien und Irland. In Irland (Landfläche etwa so groß wie Bayern) werden mehr Hunde als in den gesamten USA gezüchtet. Der Umsatz auf den Rennbahnen Großbritanniens (nur lizensierte Bahnen) lag 2006 bei 1,74 Milliarden Pfund!
Botswana, Dänemark und Kolumbien sind zwar autorisiert, aktiv Hunderennen durchzuführen, bislang finden sie aber noch nicht statt. Ziel der Wettindustrie ist es, sich auf weiteren Märkten zu etablieren: Deutschland, Frankreich, Türkei, Südafrika (hier ist das Greyhoundrennen seit den 1950er Jahren als grausamer blood sport gesetzlich verboten).
Auch im asiatischen Raum etabliert sich durch den kapitalistischen Umbruch und die wachsende Kaufkraft die Lust am Wetten auf Hunde: Die Greyhound-Industrie, gefördert vor allem durch die Automobilindustrie, boomt. China, Südkorea und Vietnam sind die Hauptakteure.
* In Spanien wurde die letzte offizielle Greyhound-Rennbahn, das Canodromo Meridiana in Barcelona, im Februar 2006 geschlossen. Es existieren allerdings noch unzählige illegale Rennbahnen. “Ausgediente” Renngreys werden auf den Britischen Inseln für ein kleines Geld erworben und nach Spanien geschafft. Dort vegetieren sie in den unklimatisierten Kennels noch eine Saison dahin. Dann werden die ausgemergelten Tiere meist zur traditionellen Hasenjagd an die Galgueiros verkauft und erleiden vor Einbruch des Winters zumeist das gleiche Schicksal wie ihre spanischen Vettern, die Galgos. Die Grausamkeit des Menschen scheint im Angesicht der Tiere keine Grenzen zu kennen.
