Ingrid Newkirk ist streitbare und umstrittene Mitbegründerin und Präsident von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). PETA wiederum ist eine der weltweit größten Tierrrechtsorganisationen, die sich vor allem radikal gegen die Pelztierindustrie und Tierversuche wendet und den vegetarischen Lifestyle aktiv propagiert.
Newkirk, die sich der Philosophie des Princeton-Bioethikers Peter Singer (”Animal Liberation“) verpflichtet fühlt, hat anläßlich der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten Obama einen nachdenklich machenden Artikel über die Universalität des Mitgefühls verfasst. Amerika, so sagt sie, sei ein Schmelztigel, der bewußt mache, dass alle Menschen von irgendwoher “anders” herkommen, doch dass alle Wesen durch universelles, tätiges Mitgefühl geeint seien - Menschen UND Tieren gegenüber
Sie schließt mit einem Satz, der für zwischenmenschliche Beziehungen genauso gilt wie für unser Verhältnis zu Tieren:
Und alle von uns sind auf die wirklich entscheidende Weise schlichtweg Bewohner dieses Planeten mit dem Potential, mitfühlende Bürger zu sein.
Käse ist ein Nahrungsmittel, was Leute, die gern gut essen, häufig kullerrunde Augen und Sabberfäden bekommen läßt.
Aber Käse, mal anders betrachtet, ist eine Anhäufung von höchst unappetitlichen Dingen:
Damit Käse reif wird und Geschmack bekommt, werden ihm verschiedenste Bakterienstämme zugesetzt. Das ist klar soweit, sonst würde aus dem Ur-Haufen geronnener Milch niemals etwas anderes sein als eben geronnene Milch.Forscher der UK-Uni Newcastle fanden auf dem Brie-ähnlichen Käse Reblochon acht bisher unbekannte Mikrobenarten, deren Nutzen (oder Schaden) bislang unbekannt ist.
Neben diesen Bakterien kommt das Gute im Käse auch noch von Teilen der Magenschleimhaut der Kuh und Fett:
Flourishing microbes are consumed with every bite of cheese (though the cooling temperatures in refrigerators do slow down bacterial growth, they do not kill them in cheese or in any other food). Bacteria (either naturally swimming around the milk or manually injected) and enzymes derived from the inner stomach linings of any slaughtered milk-producing mammal (called rennet) are added to coagulate the milk into curds. (Quelle: www.lifescience.com)
Ach ja, und der gute, “runde” Geschmack des Käses kommt vom “Geschmacksverstärker” Fett. 70-80% des Käses sind REINFETT. Die auf Käse angegebenen Fettwerte beziehen sich auf die Trockenmasse (= i.Tr.), nicht auf das Realgewicht!!!! Die Käsehersteller setzen dann noch ein paar extra-Bakterien und Geschmacksstoffe zu, die den Fettgeschmack abrunden. Lecker, ne??
Müßig zu erwähnen, dass Milchvieh nicht so fröhlich und glücklich lebt wie die Milka-Kuh oder die Kühe in der Hansano-Werbung. Um konstant hohe Milcherträge von 15.000l/ Jahr produzieren zu können, müssen die Turbo-Kühe (ja, sie heißen wirklich so, weil sie für ihre hohe Milchleistung extra große Euter angezüchtet bekommen haben) mit möglichst wenig Bewegung möglichst viel Kraftfutter aufnehmen. Zudem müssen sie dauerträchtig gehalten werden, denn von allein laktieren selbst diese Wunderkühe nicht! Damit die tour de force nicht schiefgeht, kommen noch ein paar Antibiosen etc. dazu. Natürlich nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften!
Viele Menschen sind Tierfreunde, doch aufgrund ihrer Lebensverhältnisse nicht in der Lage, selber ein Tier bei sich aufzunehmen, z.B. weil sie den ganzen Tag außer Haus sind oder weil eine Krankheit die tägliche Versorgung eines Tieres unmöglich macht. Dann ist es nur vernünftig, sich keinen Vierbeiner mit seinen ganz eigenen Ansprüchen ins Haus zu holen.
Dennoch gibt es Vieles, was man für Tiere tun kann, auch wenn man keine eigenen hat. Hier einige Beispiele:
Spenden: Viele Tierheime, Tierschutzorganisationen oder andere Tierhelfer benötigen dringend Spenden, um ihre (ehrenamtliche) Arbeit gut und stetig ausführen zu können. Oftmals sind Institutionen ganz und gar unabhängig und Privatleute gehen bis an die Grenze des Machbaren, um einigen Tieren ein Zuhause, Pflege, Liebe und Geborgenheit geben zu können. Spenden müssen nicht immer finanzieller Art sein. Auch Sachspenden wie Futter, Decken, Werkzeuge, Fahrzeuge oder einfach nur eine selbst gekaufte Hundeleine werden mit Freude genommen! Herausragende private Einrichtungen, die sich mit Sicherheit über jeden Euro freuen, sind z.B. die Tieroase Birkenschold (in Wagenfeld) oder Tia Greyhound & Lurcher Rescue in Großbritannien
Öffentlichkeitsarbeit: Vielleicht gibt es am Arbeitsplatz ein Intranet, in dem man auf Tierschutzprogramme oder -institutionen aufmerksam machen kann. Viele möchten helfen, wissen aber nicht wo und wie. Oder ein schwarzes Brett im Supermarkt, im Sportverein, in der Schule?
Ehrenamtliche Arbeit: viele Tierheime brauchen Ehrenamtliche (oder vielleicht auch nur mal kurzfristig einen “Spezialisten”), um das massive Arbeitspensum bewältigen zu können. Nicht nur die Pflege der Tiere, auch Instandsetzungen/Verschönerungen des Gebäudes oder Geländes, Schreibarbeiten, Aufbau und Pflege der Homepage oder z.B. die ehrenamtliche Reparatur des Tierheimfahrzeugs können unglaublich weiterhelfen. Den Chef fragen kostet nichts, viele helfen gern.
Dog-Walking: Viele gehen gern mal am Wochenende spazieren, können aber nicht täglich mehrere Stunden für ein Tier aufbringen. Warum nicht mal vor dem geplanten Spaziergang vor dem Tierheim anhalten und einen oder zwei Hunde mitnehmen? Für die Tiere ist das ‘wie Weihnachten’ und für die Menschen meist auch!
Nicht wegsehen: Wenn in der Umbegung ein Tier misshandelt oder vernachlässigt wird, eingreifen! Zunächst das Gespräch mit dem Tierhalter suchen und wenn nichts hilft, das Veterinäramt einschalten.
Lobby-Arbeit für Tiere und Tierschutz: gemeinsam ist man stark. Vielleicht gibt es im Freundeskreis noch mehr Leute, die gegen die Schweinemastanlage in der Nähe sind oder sich für vegetarische Lebensweise interessieren.
Fundraising: Es steht ein Fest aus, bei dem ständig gefragt wird, was man sich wünscht. Super! Wie wärs, Geld für den Anbau des örtlichen Tierheims zu sammeln und es gemeinsam zu überbringen? Je mehr Augen strahlen, desto schöner wird der Tag!
Tierische Therapeuten: Alte Menschen, insbesondere Demenzkranke, sind glücklich, wenn sie für wenige Stunden Umgang mit Tieren haben. So etwas läßt sich leicht organisieren.
Patenschaften: Viele Tierheime, insbesondere im europäischen Ausland, bieten Patenschaften für nicht oder schwer vermittelbare Tiere an. Man bekommt ein Foto und Briefe mit Neuigkeiten von “seinem” Vierbeiner, dessen Leben durch die Patenschaft teilweise oder ganz finanziert wird. Pro Animale bietet z.B. die “Sterntaler“-Patenschaft für alle möglichen Tierarten. Ein “ganzer” Hund kostet 60€/ Monat, man kann aber auch viel, viel weniger zahlen, je nachdem was man geben kann oder will. Nicht viel Aufwand für die Rettung eines Lebens.
Foie Gras, zu deutsch Stopfleber (und wortwörtlich übersetzt als Fettleber) ist eine vermeintliche Delikatesse, die auch in Deutschland gerade in der Winterzeit immer wieder Einzug in die Feinkostläden oder auch Supermarktregale hält.
Foie Gras wird produziert, indem männlichen Enten oder Gänsen zwangsweise durch einen in den Schlund eingeführten Tubus hohe Mengen an Futter verabreicht werden, was dazu führt, dass deren Leber auf das mehr als 10-fache ihrer normalen Größe anschwillt.
Dreimal täglich bekommen die Tiere ihre Zwangnahrung, etwa 1kg/Fütterung, mechanisch in sekundenschnelle verabreicht. Diese Nahrungsmenge entspricht etwa 20-30% des normalen Körpergewichts eines Tiers. Die Hälfte der Ration ist Getreide, die andere Hälfte Wasser und Öle. Die Produzenten geben als Nahrungsmenge gern das Trockengewicht an, weil sich dies harmloser anhört.
Würde man die verabreichte Nahrungsmenge unter Berücksichtigung des tatsächlichen Engergiebedarfs auf eine Frau mit 75kg Normalgewicht umrechnen, so würde diese etwa 30 500gr-Portionen Nudeln täglich konsumieren.
Durch die Zwangsernährung erleiden die Enten oder Gänse massivste gesundheitliche Schädigungen:
Durch den Metalltubus wird der Schlund verletzt.Der Druck der Schlauchfütterung punktiert den Esophagus (Schlund) der Tiere so dass sie an dem Blut, was ihre Lungen füllt, ersticken
Manche Tiere platzen aufgrund der Körperfülle
Da sie sich nicht mehr fortbewegen können, werden sie bei lebendigem Leibe von Ratten und anderem Ungeziefer angefressen
Die Tiere ersticken bei dem Versuch, riesige Futtermengen wieder zu erbrechen
Die Fettleber (bei Menschen eine sehr ernstzunehmende Erkrankung) ist äußerst schmerzhaft
Genauso wie bei Hummern, die lebend in ihr Kochwasser geworfen werden stellt sich mir die Frage, ob manche Nahrungsmittel als Delikatesse gelten, weil ihre Gewinnung mit einer besonderen Qual für das Tier einhergeht. Genießen Menschen mehr, wenn sie wissen, dass ihr Genuß einem anderen Wesen “abgerungen” wurde?
Schopenhauer sieht die Sache mit den Tieren und der Ethik ganz anders als z.B. Kant. Seine Ethik ist im Gegensatz zu der Kants als Mitleidsethik zu begreifen. Das Mitleid ist also das zentrale ethische Kriterium. Schopenhauer verfolgt eine pathozentrische Einstellung (i.G. zu einer anthropozentrischen), wobei Mitleiden hier nicht nur ein Gefühl des Akteurs ist, sondern auch die Aufnahme des Leidens anderer (Tiere z.B.) fokussiert.
Schopenhauer war Gegner der apriorischen Pflichtenethik Kants. Für ihn gab es 3 Beweggründe für das Handeln:
Das eigene Wohl = ein alle Lebewesen treibender, “animalischer”, neutraler Egoismus
Das fremde Wehe = teuflische Boshaftigkeit
Das fremde Wohl = MITLEID als “jene eigenthümliche Triebfeder” von Handlungen, “denen wir ächten moralischen Werth zuerkennen müssen”. (Vgl. Schopenhauer, Sämtliche Werke IV, 195)
Mitleid kann nicht eigenes Wohl und Wehe sein, denn es ist ein unegoistisches Gefühl, was man “ganz und gar des Anderen wegen hat”.
Kant rieb sich vor allem an den christlich konnotierten Worten der Barmherzigkeit/ des Erbarmens:
Erbarmt! Welch ein Ausdruck! Man erbarmt sich eines Sünders, eines Missetäters, nicht aber eines unschuldigen, treuen Thieres. (…) Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man dem Thiere schuldig und bleibt sie meistens schuldig, in Europa, diesem Welttheil, der vom foetor Judaicus so durchzogen ist, dass die augenfällige, simple Wahrheit: ‘das Thier ist im wesentlichen das Selbe wie der Mensch’ ein anstößiges Paradoxon ist.” (Vgl. ebd., VI, 395.)
Schopenhauer verkehrt hier den Bibelvers “Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs” (Spr. 12,10) und leider hat die moderne Tierschutzbewegung Schopenhauers antijüdisches Vorurteil übernommen.
Ich habe nochmal über Andreeas Kommentare zu Kant nachgedacht.
Nein, nach Kant (’Kantianismus’ i.G. zu Utilitarismus oder Kontraktualismus) haben Tiere (oder Ökosysteme) keinen moralisch inhärenten Stellenwert. Es geht dabei nicht um die Frage, ob man Tiere schätzt oder für wertvoll erachten. Direkte Rechte leiten sich nur aus einem direkten moralischen Stellenwert (also einem inhärentem, dem Tier selbst innewohnenden Stellenwert ab).
Wenn etwas einen inhärenten moralischen Status besitzt, gibt es also direkte Gründe dafür, diese Entitäten wertzuschätzen, und diese Gründe beziehen sich in direkter Weise auf moralische WErte.
Kant ist der Auffassung, dass es eine moralische, technische und pragmatische Differenz zwischen Mensch und Tier gibt. Pragmatisch insofern, als dass “bei allen sich selbst überlassenen Tieren jedes Individuum seine ganze Bestimmung erreicht, bei den Menschen aber allenfalls die Gattung”
Diese These verleugnet die Abhängigkeit der tierlichen Ontogenese von materiellen un sozialen Faktoren, entspricht aber auch der anthropologischen und politischen Auffassung Kants, gemäß der sich das menschliche Geschlecht nur durch Fortschreiten in einer Reihe von Generationen zu seiner wahren Bestimmung hinarbeiten kann. Das Bild des Tieres war also eine Art Folie für die Standortbestimmung des Menschen (mal wieder) und die sittlichen Anforderungen an des Menschen Sozialverhalten. Kant/ “die Aufklärung” nehmen sich hinsichtlich dessen, was sie an Tieren interessiert, die Antike zum Vorbild: Tiere sind ein pädagogisches Medium. Wie Aristoteles auch hat Kant ein Naturstufenschema - mit einem Vernunftprimat verbunden: die Tierheit des Menschen muss er durch seine ihm gegebene Vernunft überwinden.
Und noch etwas. Die Ehtik Kants ist eine Sollensethik, eine Pflichtenethik. In seiner Begründung unterscheidet sich Kant von der Antike und auch von Descartes, da er 1. eine tierliche Leidensfähigkeit voraussetzt und 2. die Pflichten gegen Tiere säkularisiert (es sind Pflichten gegen Gott aber (und das ist das wichtige) in Ansehung der Tiere. Tierquälerei verbietet sich somit “als vollkommene Pflicht gegen sich selbst” (der Mensch hat vor seinem eigenen Gewissen Rechenschaft abzulegen. Vollkommene i.G. zu unvollkommenen Pflichten sind solche, die wie ein Verbot als Unterlassungspflichten aufzufassen sind, z.B. sich durch Selbstmord als moralisches Subjekt selbst zu beschädigen). Aber eben ist dies nur, wie eingangs erwähnt, eine INDIREKTE Pflicht gegen Tiere.
Und das wichtigste zum Schluss: Bei Kant hat nur der Rechte, der Pflichten eingehen kann. Symmetrische Gerechtigkeitsbeziehungen gehen nur dann, wenn das Wesen a) empririsch gegeben ist, um seinen Willen äußern zu können (das “verfehlt” Gott) und b) muss es moralisch befähigt sein, also einen moralischen Willen besitzen (das “verfehlen” Tiere oder Ökosysteme). Rechtsbeziehungen können nur dann bestehen, wenn ein autonomer Wille beider Parteien vorliegt, und den spricht Kant Tieren (und auch den Ökosystemen) ab.
(Vgl. dazu Metaphysik der Sitten §16,17)
Die Qualität der Anthropozentrik Kants liegt darin, dass die indirekten moralischen Pflichten durch die Verantwortung des Menschen vor sich selbst evtl. (im Idealfall) schwerer wiegen können als eine reine Verantwortlichkeit in Ansehung Gottes.
Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer, auch bei den Vierbeinern gibt es die, die auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs sind und die, denen das Leben mehr Knüppel als alles andere zwischen die Pfoten haut.
In der Wedemark, einer strukturschwachen aber wunderschönen Region im Großraum Hannover, entsteht gerade der Hunde-Wohlfühl-Hof: eine Wellness-Oase für Vierbeiner, die dort mit oder ohne Handicap vom Feinsten betreut werden, entweder Post-Op oder wenn die Cheffes mal ne köterfreie Zeit brauchen.
Supersache! Der Fullservice beinhaltet liebevolle und hochqualifizierte 24h/Tag Rundumbetreuung, individuell angepaßte Einzel- oder Doppelzimmer mit ‘Dogoform‘-Hundebetten (orthopädische Hundebetten ähnlich der Tempura-Matratze für Menschen), ständige Tierarzt-Betreuung, 10.000qm Hundeland, Reha, Unterwasserlaufband etc., etc..
Auf der anderen Seite sitzen unendlich viele Tiere aller Rassen in Tierheimen. Wer dort nicht schön ist, zu alt, nicht gesund oder sich schlicht und einfach nicht zu präsentieren weiß, hat keine Chance. Hunde beispielsweise sind Rudeltiere. Sie brauchen nichts zum Wohlbefinden so sehr, wie ihr Rudel, das ihnen Sicherheit gibt. In einem Tierheim, was deutsche Tierschutzauflagen erfüllt, ist jedoch die “Einzelhaft” im Käfig Normalität.
Katzen sind Einzelgänger, sie müssen sich zurückziehen können, für sich sein. Die üblichen “Katzenzimmer” in Tierheimen, wo die Katzen auf zu engem Raum beschäftigungslos zusammengepfercht sind, führen neben Aggressionen auch zu streßbedingten Krankheiten.
Viele Tiere leben in Deutschland ein Leben, von dem so mancher Mensch nur träumen kann.
Doch jedes einzelne ist vom Wohl und Wehe - der Sympathie - seines Besitzers absolut abhängig. Für die Tiere zu sorgen und die Bedürfnisse jedes einzelnen Schützlings niemals zu vernachlässigen ist Aufgabe eines jeden, der Tiere hält. Ganz egal, ob arm oder reich:
§ 2 des Deutschen TierSchG:
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1.muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren,
pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass
ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte
Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Auf der Seite einer Greyhound-Rescue in Yorkshire/UK fand ich folgenden Neujahrseintrag:
How many?
We are starting the new year with the grand total of 76 dogs in the kennels, 8 in the smaller kennel, that being the house and 7 dogs out in foster homes. 91 by my reckoning.
One of the latest additions is Summer. She is fourteen and a half and came in as a stray. Yes you did read it right, Summer Silk bn. 3rd July 1994
Still there isn’t a problem with greyhound racing is there? Can you get done for swearing online? deb
Zudem Fotos von Summer Silk, die mir das Herz gebrochen haben, hier eines davon:
Summer Silk
Wie kann man bitte schön ein altes Tier aussetzen? Wieso - auch in Deutschland!! - sind Menschen zu bequem oder geizig oder borniert, um sich bis zum Ende verantwortungsvoll, mit Liebe, Achtung und Respekt um die Tiere zu kümmern, die sie sich zur Bereicherung ihres jämmerlichen Daseins angeschafft haben?
Summer Silk sitzt jetzt in einem Alter, was über dem normalen Grey-Alter liegt im Tierheim und wartet auf eine Vermittlung. Für ein paar letzte Tage in Liebe. Wer helfen will: TiaGreyhounds ist eine großartige Einrichtung. I bow my head, Debra!
Hm, unter welcher Rubrik speichere ich jetzt diesen Artikel?
Tierarbeit?? Ähhh - in welchem Bereich der Mensch-Tier-Beziehung werden Tiere denn nicht in irgendeine Art des instrumentalisierten Verhältnisses zum Tier gebracht, was in einer rein interhumanen Beziehung als Arbeit oder Ausbeutung gelten würe?
Spaß? Kann das Ausnutzen und Zur-Schau-Stellen von Tieren jemals ein harmloser Spaß sein?
PR-Gag? Nun ja, es funtkioniert ja blendend…
Anregung für alle, die meinen, zum Glücklichsein des Menschen gehöre Arbeit dazu? Ich denke, wir wären alle viel glücklicher, wenn wir NICHT arbeiten müssten, sondern Bananenjunkies die Rennerei überlassen dürften. Schließlich verkonsumieren wir ja auch nicht einander, sondern outsourcen diese Form der Ausbeutung an unsere tierlichen Untergebenen…
Auf einer Seite für Hundeartikel fand ich auf ein paar kleine Sätze, die mich nachdenklich gestimmt haben:
Why Dogs don’t live as long as People…
“People are born so that they
can learn how to live a good life
– like loving everybody all the
time and being nice, right?”
“Well, dogs already know how to
do that, so they don’t have to
stay as long.”
Live simply. Love generously.
Care deeply, Speak kindly.
Leave the rest to our Gods.”
Brauchen wir wirklich Tiere, um von ihnen Menschlichkeit zu lernen, wo es doch das Tier ist, welches als roh und “dumpf” (das stammt von Kant!) gilt? Ist es das Tier, was uns von unserer eigenen Vertiertheit befreien soll, indem es Tier ist und bleibt , während wir die Wahl haben (im Guten wie im Schlechten)?
Ist es das Tier in uns, was tiefe, wahrhaftige, authentische, …, Gefühle erlaubt - oder uns ihre Ermangelung vor Augen führt - oder was uns klar macht, dass der Mensch dieser Gefühle nicht fähig ist?
Liegt die Menschlichkeit im Hund vergaben oder die Sehnsucht des Menschen nach einer besseren, reineren, menschlicheren Welt, die er im Tier zu finden glaubt?